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Siegfried Jacobsohn ließ
sich gern der
„Herausgeber“ nennen -
und seine
Autoren waren die „Mitarbeiter“:
Ausdruck für den liberalen Umgang in der
Redaktion, für die Akzeptanz der Meinungen
seiner Autoren.
„Parteinehmend aber nie parteilich“ könnte eine
der Leitlinien Jacobsohns gewesen sein.
Parteinehmen für Demokratie, für das, was wir
heute politische Streitkultur nennen. Er ließ den
Streit unter seinen Autoren zu, forcierte ihn
gelegentlich und griff nur selten ein.
Das belebte die Zeitschrift und macht sie heute,
gerade wegen der Vielfältigkeit der Meinungen,
zu einem außerordentlichen Zeitbild.
Er hat uns damit ein ungewöhnlich lebendiges
Dokument zu einem wesentlichen Abschnitt der
deutschen Geschichte hinterlassen.
Es ist an der Zeit es endlich aufzuarbeiten.
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