Der Nobelpreisträger
CARL VON OSSIETZKY (1889 – 1938)
Der Republikaner und Pazifist Carl von Ossietzky gehörte zu den profiliertesten Publizisten der Weimarer Republik. Er begann seine journalistische Laufbahn vor dem Ersten Weltkrieg in Hamburg und wurde in den 1920er Jahren als Nachfolger von Kurt Tucholsky Schriftleiter des Blatts „Die Weltbühne“.
Nach der Machtergreifung 1933 internierten ihn die Nationalsozialisten wegen seines vehementen Einsatzes für Demokratie und Frieden, unter anderem im Konzentrationslager Esterwegen bei Oldenburg.
Die weltweite Kampagne zur Verleihung des Friedensnobelpreises an den KZ-Häftling veranlasste das Nazi-Regime, ihn 1936 zu entlassen. Zwei Jahre später starb er in Berlin an den Folgen seiner Haft.
Quelle: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
„Wissenschaft und Technik waren nicht in erster Linie da zu helfen. Sie schufen Werkzeuge der Vernichtung. Werkzeuge grässlichsten Mordes. Wir müssen die Wissenschaft wieder menschlich machen.“ (Carl von Ossietzky, 1918)
Büste von Carl von Ossietzky in Oldenburg

